Insta360 hat die Go Ultra gerade neu erfunden – per kostenlosem Firmware-Update. Wer die Kamera schon hat, bekommt mit Version 1.8.60 einen vollwertigen KI-Assistenten dazu: „Hey Kira“ heißt er, lässt sich per Sprachbefehl aktivieren und kann einiges, das beim Reisen wirklich nützlich ist.
Ich habe mir das Update genau angeschaut und zeige euch in diesem Beitrag, was Kira kann, wie man ihn richtig nutzt – und wo die Grenzen liegen.
Was ist neu? Das Firmware-Update v1.8.60 im Überblick
Mit Firmware-Version 1.8.60 und der zugehörigen App-Version 2.29.2 hält ein KI-Sprachassistent Einzug in die Go Ultra. Das Update ist kostenlos für alle bestehenden Nutzer und bringt drei zentrale KI-Funktionen mit:
1. Echtzeit-Übersetzung
2. Fotobasierte Fragen (Kira erkennt, was die Kamera sieht)
3. Sprachbasierte Fragen (Wetter, Routen, lokale Infos)
Zusätzlich gibt es eine Stimmmuster-Erkennung, die Kira lernt, eure Stimme von Hintergrundgeräuschen und anderen Sprechern zu unterscheiden – auch in lauten Umgebungen.
So aktiviert ihr den KI-Assistenten Kira
Es gibt zwei Wege, Kira zu starten – je nachdem, ob die Kamera ein- oder ausgeschaltet ist:
Kamera ausgeschaltet (Standalone-Modul):
Vordere Aufnahmetaste etwa 1 Sekunde gedrückt halten, bis die weiße Status-LED aufleuchtet. Ein „Ding-Ding“-Signal bestätigt, dass Kira aktiv ist.
Kamera eingeschaltet (mit oder ohne Action Pod):
Entweder den Q-Button am Action Pod etwa 1 Sekunde gedrückt halten – oder einfach sagen: „Hey Kira“. Die weiße LED leuchtet auf, das „Ding-Ding“-Signal ertönt, und Kira hört zu.
Beenden: Einmal die Aufnahmetaste drücken oder „Exit“ bzw. „Dismiss“ sagen.
Tipp für Kopfhörer-Nutzer: Wenn Kopfhörer verbunden sind, werden Systemmeldungen wie „Please wait“ und „Thinking…“ weiterhin über den integrierten Lautsprecher der Kamera ausgegeben. Die Antworten von Kira kommen dann über die Kopfhörer. Die Spracheingabe erfolgt immer über das Mikrofon der Kamera – nicht über das Mikrofon der Kopfhörer.
Die drei KI-Funktionen im Detail
1. Echtzeit-Übersetzung – Das Highlight für Reisende
Das ist die Funktion, die mich am meisten beeindruckt. Dank leistungsstarker KI-Sprachmodelle ermöglicht die Go Ultra zweisprachige Gespräche in Echtzeit – zwischen Personen mit unterschiedlichen Muttersprachen.
Ein Beispiel aus dem echten Reisealltag: Ihr sprecht Deutsch, der Kellner antwortet auf Französisch. Die Go Ultra übersetzt eure Aussage automatisch ins Französische, gibt sie wieder und übersetzt die Antwort des Kellners zurück ins Deutsche. Kein Unterbrechen, kein Wechseln zwischen Apps, kein Smartphone rausziehen.
So startet ihr die Übersetzung:
Sagt im KI-Modus: „Enter translation mode“
Dann wählt ihr die Sprachen: z.B. „Translate English to German“ oder „English to French“
Zwei Nutzungsmodi für die Übersetzung:
Brustmodus: Kamera am Körper tragen, in ruhiger Umgebung. Ihr sprecht normal, euer Gegenüber spricht in normalem Abstand – Kira übersetzt automatisch in beide Richtungen.
Weitergabe-Modus: In lauten Umgebungen oder bei größerer Distanz. Ihr sprecht in die Kamera, reicht sie dann eurem Gesprächspartner, der sich die Übersetzung anhört und antwortet. Diese Methode liefert in geräuschreichen Umgebungen die zuverlässigsten Ergebnisse.
Hinweis zu unterstützten Sprachen: Das System basiert außerhalb Festlandchinas auf dem Gemini-Sprachmodell. Welche Sprachen konkret verfügbar sind, kann je nach Region variieren.
2. Fotobasierte Fragen – Kira sieht, was die Kamera sieht
Diese Funktion ist technisch besonders interessant. Stellt ihr eine Frage, die sich auf etwas bezieht, das sich vor der Kamera befindet, macht die Go Ultra automatisch ein Foto der aktuellen Szene und lädt es in die Cloud hoch – natürlich nur mit eurer vorherigen Zustimmung. Die KI analysiert das Bild und antwortet per Sprachausgabe.
Praktische Beispiele aus dem Reisealltag:
– „Was ist das für eine Brücke?“
– „Was für eine Pflanze ist das?“
– „Welche Architektur ist das?“
– „Was steht auf diesem Schild?“
Wichtig: Für diese Funktion muss einmalig die Erlaubnis erteilt werden, dass die Kamera Bilder aufnehmen und hochladen darf. Das funktioniert nur mit aktivem Insta360-Konto und Internetverbindung.
Unterschied zu sprachbasierten Fragen: Fotobasierte Fragen beziehen sich immer auf das, was die Kamera gerade sieht. Sprachbasierte Fragen funktionieren auch ohne Kamerabezug – etwa „Welche Buslinie nehme ich zum Bahnhof?“ oder „Wie hoch ist der UV-Index heute?“
3. Sprachbasierte Fragen – der digitale Reisebegleiter
Kira beantwortet spontane Fragen unterwegs – ohne Smartphone, ohne Google, ohne Tippen:
– „Wird es heute Nachmittag regnen?“
– „Gibt es in dieser Stadt eine U-Bahn?“
– „Was sind die schönsten Sehenswürdigkeiten hier?“
– „Wo ist das nächste Restaurant?“
– „Ist heute Abend ein guter Abend zum Sternegucken?“
Die Kamera an der Brust getragen, könnt ihr den KI-Modus jederzeit aktivieren, eure Frage stellen und innerhalb von Sekunden eine Antwort erhalten – ohne den Aufnahmemodus unterbrechen zu müssen.
Stimmmuster-Erkennung: Kira lernt eure Stimme
Ein oft übersehenes Feature des Updates: Die Go Ultra kann euch persönlich kennenlernen. Über die Stimmmuster-Verwaltung trainiert ihr die Kamera auf eure Stimme – sie erkennt sie dann zuverlässig und filtert Hintergrundgeräusche sowie andere Stimmen heraus.
Das ist besonders praktisch in Gruppensituationen oder an belebten Orten, wo mehrere Personen gleichzeitig sprechen. Kira reagiert dann nur auf euch.
So richtet ihr es ein:
Einstellungen → KI-Sprachassistent → Stimmmuster-Verwaltung → Einrichtung starten
Tipp: Stimmmuster am besten in ruhiger Umgebung registrieren. Kopfhörer oder externe Mikrofone vorher trennen.
Bonus: 1 Jahr kostenloser Cloud-Speicher inklusive
Wer die Go Ultra mit seinem Insta360-Konto verbindet und aktiviert, bekommt aktuell 1 Jahr Insta360+ Essential mit 200 GB Cloud-Speicher kostenlos dazu. Das Angebot ist zeitlich begrenzt.
Der Cloud-Service basiert auf Amazon Web Services (AWS) und bietet automatisches Backup, sobald ihr im WLAN eingeloggt seid – keine manuellen Schritte, keine verlorenen Aufnahmen. Ihr könnt eure Dateien von Smartphone, Tablet und Computer aus abrufen, bearbeiten und per Link teilen.
Ebenfalls dabei: KI-Smart-Cut / Moments Pro – eine Funktion, die eure Aufnahmen automatisch zu einer fertigen Geschichte zusammenschneidet, inklusive passender Hintergrundmusik. Für Moments Pro gibt es eine kostenlose Testphase von 3 Monaten.
Die Go Ultra als Kamera: Technische Daten im Überblick
Das Update macht die Go Ultra smarter – aber was steckt hardwareseitig dahinter?
Gewicht & Größe:
Das Kameramodul wiegt nur 53 Gramm – vergleichbar mit einer Apple Watch Series 10 oder AirPods Pro 2. Es passt in jede Hosentasche und fällt beim Tragen kaum auf.
Sensor:
1/1,28″-Sensor in Kombination mit einem 5-nm-KI-Chip. Das sorgt für scharfe, detailreiche Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Der PureVideo-Modus hält Details auch nachts klar und hell.
Umgebungslichtsensor:
Die Kamera erkennt das vorhandene Licht und führt automatisch eine Farbkalibrierung in Echtzeit durch – für naturgetreue Farben direkt aus der Kamera, ohne Nachbearbeitung.
Wasserdichtigkeit:
Das Kameramodul ist bis zu 10 Meter wasserdicht. Der Action Pod ist IPX4 wasserfest (nicht zum Eintauchen geeignet).
Stabilisierung:
FlowState-Stabilisierung in drei einstellbaren Stufen verwandelt holprige Fahrten in ruhige, fließende Aufnahmen – ideal für MTB, Gravel und Rennrad.
Akkulaufzeit:
– Standalone-Kamera: 30 Min. (1080p) / 60 Min. (4K 30fps)
– Mit Action Pod: 200 Min. (1080p) / 170 Min. (4K 30fps)
– Schnellladung: 0 auf 80 % in nur 12 Minuten
Magnetische Befestigung:
Das magnetische System erlaubt die Kamera an der Brust zu tragen (Magnet-Anhänger steckt in der Kleidung, Kamera haftet von außen), aber auch an Laternenpfählen, Kühlschränken, Einkaufswagen – überall dort, wo sich ein kreativer Aufnahmewinkel ergibt.
Action Pod:
Mit dem Action Pod wird die Go Ultra zur vollwertigen Mini-Action-Cam mit 2,5-Zoll-Klappbildschirm. Der Bildschirm ermöglicht Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln – Selfies, Über-Kopf-Shots, Low-Angle-Aufnahmen – mit dem eigenen Bild jederzeit im Blick.
So installiert ihr das Update
Das Update ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten:
1. Insta360 App auf eurem Smartphone öffnen (Version 2.29.2 oder neuer)
2. Go Ultra mit der App verbinden
3. In der App auf Firmware-Update prüfen
4. Update auf Version 1.8.60 installieren
Wichtig: Gleichzeitig die App aktualisieren. Ältere App-Versionen unterstützen die neuen KI-Funktionen möglicherweise nicht vollständig.
Anschließend einmalig mit dem Insta360-Konto einloggen und die Kamera verbinden – das aktiviert sowohl Kira als auch den kostenlosen Cloud-Speicher.
Mein Fazit: Echter Mehrwert oder Marketing-Gimmick?
Ich sage es klar: Das ist echter Mehrwert – für eine ganz bestimmte Zielgruppe.
Wer die Go Ultra ohnehin beim Reisen am Körper trägt, profitiert wirklich. Kein Smartphone rausziehen, kein Entsperren, kein App-Wechsel. Einfach „Hey Kira“ sagen und die Frage stellen. Die Echtzeit-Übersetzung ist dabei das stärkste Feature – gerade für alle, deren Schulfranzösisch oder Schulspanisch schon ein paar Jahre zurückliegt.
Was mich beeindruckt: Insta360 hat ein Gerät, das seit über einem Jahr auf dem Markt ist, per Software-Update in etwas grundlegend Anderes verwandelt. Die Hardware war schon immer gut – 53 Gramm, 1/1,28″-Sensor, 10 Meter wasserdicht, FlowState-Stabilisierung. Jetzt kommt die Intelligenz dazu.
Ich teste das Ganze demnächst im echten Urlaub an der Côte d’Azur – Französisch-Übersetzung inklusive. Wie sich Kira im echten Einsatz schlägt, erfahrt ihr im nächsten Video und Beitrag hier auf BERGBIKER.
Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links zum Insta360 Store und zu Amazon. Wenn du über diese Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten. Danke für deine Unterstützung! 🙏
🤖 Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell von BERGBIKER geprüft und freigegeben.















































