Ein Tiefeinsteiger mit nahtlosem Rahmen, hydraulischen Bremsen und Zubehör satt – für unter 1.100 Euro. Klingt nach einem Kompromiss. Ist aber keiner. Fast.

Was ist das Velopro C1 Pro überhaupt?
Velopro ist noch ein relativ neuer Name auf dem deutschen E-Bike-Markt – ein Hersteller aus Asien mit eigener Fertigung, der sich mit dem C1 Pro klar an Alltags- und Stadtfahrer richtet. Kein Sportgerät, kein Fatbike-Trend, sondern ein klassischer Tiefeinsteiger-Cruiser: bequem, praktisch, für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder einfach zum entspannten Radeln im Alltag.
Das C1 Pro ist die Ausstattungsvariante mit hydraulischen Scheibenbremsen und größerem Akku – daneben gibt es auch eine einfachere C1-Version mit mechanischen Bremsen und kleinerem Akku. Ich habe mir das C1 Pro genauer angeschaut, komplett aufgebaut und die erste Ausfahrt gemacht.
Technische Daten Velopro C1 Pro
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Rahmen | Alurahmen, ohne sichtbare Schweißnähte |
| Motor | 250 W, EU-konform bis 25 km/h |
| Akku | 36V 18Ah, 648 Wh, Samsung-Zellen, entnehmbar |
| Reichweite | bis zu 150 km (je nach Unterstützungsstufe, Herstellerangabe) |
| Bremsen | hydraulische Scheibenbremsen vorne und hinten |
| Schaltung | Shimano 7-Gang |
| Federung | Federgabel vorne, nicht einstellbar |
| Reifen | 27,5 x 1,95 Zoll, Kenda |
| Display | G518 Farbdisplay, 5 Unterstützungsstufen |
| Beleuchtung | Frontlicht, Rücklicht mit Bremslichtfunktion im Gepäckträger integriert |
| Zuladung | bis 250 kg |
| Gewicht | 32,9 kg |
| Preis | 1.099,99 € (regulär 2.199,99 €) |

Auspacken und Aufbau
Julia hat mir beim Tragen des Kartons geholfen – das Paket wiegt knapp über 40 Kilo, keine Sorge, das Rad selbst bringt nur 32,9 Kilo auf die Waage. Der Karton ist erstaunlich kompakt für ein Rad mit 27,5-Zoll-Reifen, aber Velopro hat jeden Zwischenraum im Rahmen genutzt und alles sicher verpackt.
Der Aufbau ist wirklich einfach gehalten: Sattel einstecken, Pedale montieren (an beiden Gewinden etwas einfetten), Vorderrad einbauen, Akku einsetzen, Gepäckträger anbringen – fertig. Werkzeug liegt bei, ein Ratschenkasten und ein Drehmomentschlüssel sind aber trotzdem hilfreich. Rechne mit einer halben bis ganzen Stunde. Technisch anspruchsvoll ist hier nichts – auch ohne Anleitung machbar.
Was mir schon beim Aufbau auffällt: Der Rahmen hat tatsächlich keine sichtbaren Schweißnähte. Ob das durch ein spezielles Fertigungsverfahren oder durch sorgfältiges Verschleifen und Lackieren der Nähte erreicht wird, verrät der Hersteller nicht – das Ergebnis sieht aber hochwertiger aus, als der Preis vermuten lässt. Auch die Kabelführung hinter dem Akku ist sauber gelöst.
Reichweite und Unterstützungsstufen
Velopro gibt die Reichweite transparent gestaffelt nach Unterstützungsstufe an – das findet man selten so genau angegeben:
| Stufe | Max. Geschwindigkeit | Reichweite |
|---|---|---|
| 1 | 10 km/h | 150 km |
| 2 | 14 km/h | 122 km |
| 3 | 18 km/h | 92 km |
| 4 | 22 km/h | 77 km |
| 5 | 25 km/h | 70 km |
Wie immer gilt: Fahrergewicht, Streckenprofil und Temperatur beeinflussen die tatsächliche Reichweite. Aber selbst in der höchsten Stufe mit voller Unterstützung bis 25 km/h bleiben 70 Kilometer – für die Stadt und den Alltag mehr als ausreichend.

Die erste Ausfahrt
Die erste Runde durfte, wie fast immer, meine Frau Julia drehen – quasi als Versuchskaninchen für den Fall, dass ich eine Schraube vergessen habe. Sieht ganz danach aus, als hätte ihr das Rad Spaß gemacht.
Mein eigener Fahreindruck: Das C1 Pro fährt sich ruhig und unkompliziert, freihändig fahren funktioniert auf Anhieb, der Wendekreis ist für ein Rad dieser Größe angenehm klein. Die hydraulischen Scheibenbremsen lassen sich super einfach dosieren, das Farbdisplay ist gut ablesbar und zeigt Akkustand und Reichweite übersichtlich an. Bergab hatte ich kurz fast 50 km/h drauf – die Motorunterstützung endet aber sauber bei 25 km/h, wie es sein muss.
Das Tiefeinsteiger-Konzept mit dem Korb vorne erinnert mich ehrlich gesagt ein bisschen an Hollandrad-Feeling – und an meine alte Vespa aus den 50er-Jahren, die in einem sehr ähnlichen Grün lackiert ist. Zufall, aber ein schöner.
Was mir gefällt – und was nicht
Gefällt mir:
Der nahtlose Rahmen sieht für die Preisklasse richtig hochwertig aus. Die hydraulischen Scheibenbremsen sind bei einem Rad unter 1.100 Euro keine Selbstverständlichkeit. Das Farbdisplay ist übersichtlich, die ergonomischen Griffe bequem, das Rücklicht mit integrierter Bremsfunktion im Gepäckträger ist ein durchdachtes Detail, das eigentlich bei jedem E-Bike Standard sein sollte. Und der Korb vorne plus Gepäckträger hinten (bis 25 kg belastbar) machen das Rad für Einkauf und Alltag richtig praktisch.
Gefällt mir nicht so gut:
Die Federgabel lässt sich weder sperren noch in der Härte einstellen – für die Stadt reicht sie, mehr aber auch nicht. Der Schalter am Lenker wirkt einfach und günstig, funktioniert aber zuverlässig. Einen Blinker gibt es nicht. Und mit meinen 183 cm war mir der Sattel schon fast zu weit hinten am Rahmen – größere Fahrer sollten das vor dem Kauf im Hinterkopf behalten.
Für wen eignet sich das Velopro C1 Pro?
Wer ein unkompliziertes Alltagsrad für die Stadt sucht – Einkaufen, Pendeln, gemütliche Runden – bekommt hier viel Ausstattung für wenig Geld: hydraulische Bremsen, ordentlichen Akku, praktisches Zubehör. Wer dagegen sportlich unterwegs sein will, längere Touren mit mehr Höhenmetern plant oder auch mal ins Gelände möchte, sollte sich woanders umsehen – dafür ist das C1 Pro nicht gebaut, und das muss es bei diesem Konzept auch nicht sein.
Ähnlich unkompliziert, aber mit deutlich mehr Leistung unterwegs bin ich zum Beispiel mit der Aventon Current REC oder dem Himiway D5 2.0 – beide für ambitioniertere Einsatzzwecke. Wer dagegen ein kompaktes Falt-E-Bike für Camper oder Bahn sucht, findet das im Engwe ZIP Test.

Preis und Fazit
Für 1.099,99 Euro bekommst du beim Velopro C1 Pro ein komplett ausgestattetes Tiefeinsteiger-E-Bike mit hydraulischen Bremsen, 648-Wh-Akku, bis zu 150 km Reichweite laut Hersteller, Korb, Gepäckträger und einem Rahmen, der optisch mehr hergibt als der Preis erwarten lässt. Die Abstriche – nicht einstellbare Federgabel, einfacher Schalter, kein Blinker – sind bei diesem Preis nachvollziehbar und für den Einsatzzweck Stadt/Alltag verschmerzbar.
Mein zweites Testrad kommt in einer anderen Farbe – das Video dazu, inklusive längerer Ausfahrt und Alltagseinsatz, folgt in Kürze.
Transparenzhinweis: Das Bike wurde mir von Velopro kostenlos für diesen Test zur Verfügung gestellt. Der Link oben ist ein Affiliate-Link – wenn du darüber bestellst, bekomme ich eine kleine Provision, für dich wird es dabei nicht teurer.
Das Video zum Test
Aufbau, erste Ausfahrt und alle Details zum Velopro C1 Pro gibt es im Video:
→ Zum YouTube-Video: Velopro C1 Pro im Test
Weitere Bike-Tests, Touren und Alpencross-Videos findest du auf Bergbiker.com und dem YouTube-Kanal.
🤖 KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (Claude, Anthropic) erstellt und redaktionell geprüft.































