ENGWE E26 3.0 Pro Test – Vollgefedertes E-SUV mit 100 Nm, GPS und App für unter 1.900 €
Ein vollgefedertes E-Bike mit 100 Nm Mittelmotor, GPS-Tracking, Alarmanlage und App-Anbindung – für unter 1.900 €. Klingt nach Marketingversprechen. Ich hab’s getestet. 80 km zur Arbeit, 700 Höhenmeter, Forstwege, Asphalt, und das mit nur 75% Akku – weil ich nachts das falsche Ladegerät erwischt habe. Was draus geworden ist, liest du hier.
Hinweis: Das ENGWE E26 3.0 Pro wurde mir kostenlos für diesen Test zur Verfügung gestellt. Wenn du über meinen Link kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten.
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| Originalpreis | 2.099 € |
| Einführungspreis | 1.899 € |
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Das Video zum Test
Alles was ich hier schreibe, habe ich auch gefilmt. 80 km, 700 Höhenmeter, Akku-Drama auf dem Rückweg – komplett dokumentiert:
Was ist das ENGWE E26 3.0 Pro überhaupt?
ENGWE positioniert das E26 3.0 Pro als „E-SUV“ – also ein vollgefedertes E-Bike für Alltag und Gelände. Der Markt für diese Kategorie wächst gerade stark: Canyon bringt das Pathlite ab rund 3.000 €, Specialized das Turbo Vado ab 4.000 €. ENGWE antwortet darauf mit einem Fully, Mittelmotor und GPS-App für unter 2.000 €.
Das klingt nach Kompromiss. Ist es aber nicht – zumindest nicht da, wo es drauf ankommt.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Spezifikation |
| Motor | 250W Mittelmotor, 500W Peak |
| Drehmoment | 100 Nm |
| Sensor | Drehmomentsensor |
| Federung | Fully – vorne & hinten gefedert |
| Gabel | 80 mm Federweg, hydraulisch, Lockout, goldene Anodisierung |
| Hinterbau | Luftdruckdämpfer, einstellbar |
| Bereifung | 26 x 3 Zoll |
| Bremsen | Hydraulische Scheibenbremsen, 180 mm vorne & hinten |
| Schaltung | Shimano Altus, 8 Gang |
| Display | 3,5 Zoll Vollfarb-Display |
| Unterstützungsstufen | 5 Stufen + Eco-Modus |
| GPS & App | Ja – iOS & Android, IoT-Service inklusive |
| Alarmanlage | Ja – Push-Benachrichtigung bei Bewegung |
| Licht | Integriert vorne & hinten, Bremslicht |
| Schutzbleche | Ja, serienmäßig |
| Einführungspreis | 1.899 € / mit Code BERGBIKER: 1.709,10 € |
Montage & erster Eindruck
Das Rad kommt gut verpackt an – ENGWE schneidet den Karton vorne auf, sodass man das Bike einfach herausschieben kann, statt es oben rauszuheben. Bei einem E-Bike dieser Größe ein echter Vorteil.
Die Montage ist straightforward: Vorderrad einsetzen, Schutzblech befestigen, Seitenständer mit Loctite sichern – fertig. Verarbeitung beim Aufbau: nichts zu bemängeln. Kein wackelndes Plastik, keine schiefen Bauteile. Das Bike macht sofort einen soliden Eindruck.
Was auffällt: die goldene Gabel. Klar, das ist keine Fox und keine Kashima-Beschichtung – aber es sieht schlicht gut aus. Und die Gabel funktioniert: 80 mm Federweg, hydraulisch, mit Lockout für reinen Asphaltbetrieb.
Und dann ist da noch die Hupe. Keine Klingel – eine Hupe. Wer das Bike das erste Mal in Betrieb nimmt, wird unweigerlich grinsen.
Die App – GPS, Alarmanlage & IoT
Das ist das Feature, das das E26 3.0 Pro von der Konkurrenz in dieser Preisklasse abhebt. Die ENGWE-App (iOS & Android) bietet:
- Bike abschließen per App – nicht mechanisch, aber digital gesichert
- Alarmanlage – wird das Bike bewegt während es abgeschlossen ist, kommt sofort eine Push-Benachrichtigung
- Live-Ortung per GPS – das Bike weiß immer, wo es ist und sendet den Standort an die App
- Navigation zum Bike – falls man vergessen hat, wo man geparkt hat
- Community-Funktion – andere ENGWE-Fahrer sichtbar
- Licht per App steuern – an und aus aus der Ferne
- Fahrmodi konfigurieren
Der IoT-Service ist zum Launch inklusive. Ob später Kosten entstehen, ist noch offen – ich empfehle, das beim Kauf zu erfragen. Das Bike funktioniert aber auch komplett ohne App.
Kleiner Hinweis: Zum Zeitpunkt meines Tests war das E26 3.0 Pro noch nicht öffentlich in der App verfügbar – ENGWE hat mich manuell freigeschalten. Nach dem offiziellen Launch am 29. Juli sollte das für alle Käufer automatisch funktionieren.
Motor & Fahrverhalten – 100 Nm in der Praxis
100 Nm klingen gut auf dem Papier. Im Fahrbetrieb merkt man, dass das keine Marketingzahl ist. Der Drehmomentsensor reagiert direkt – umso fester man tritt, umso mehr Unterstützung kommt. Kein Mofa-Modus, bei dem man nur die Pedale dreht und das Ding fährt von alleine. Das hier ist ein echtes E-Bike.
Die fünf Unterstützungsstufen sind deutlich abgestuft:
- Stufe 1: Minimal – gut für lange Touren mit Reichweitenoptimierung
- Stufe 3: Mein Alltags-Modus – vergleichbar mit Tour- oder Auto-Modus anderer Hersteller
- Stufe 5: Volle Power – spürbare Beschleunigung, bergauf zieht der Motor wirklich durch
Die Unterstützung endet bei etwa 25 km/h – mit der vorhandenen Übersetzung kann man aber problemlos bis 40–45 km/h mittreten. Das ist nicht selbstverständlich: Ich hatte schon Räder, bei denen die Übersetzung so kurz war, dass man bei 25 km/h bei 100 RPM angelangt ist und gar nicht mehr mittreten konnte.
Auf Schotter, Forstwegen und Trails macht die Vollfederung einen echten Unterschied. Das Bike liegt stabil, die Federung arbeitet spürbar. Bergab bin ich problemlos Passagen über 60 km/h gefahren – mit dem Fully deutlich entspannter als auf einem Hardtail.
Reichweite im Praxistest – 80 km mit 75% Akku
Ehrlich gesagt war das kein geplanter Reichweitentest. Ich habe nachts das falsche Ladegerät erwischt und bin morgens mit 75% gestartet statt mit 100%. Zur Sicherheit habe ich ein Ladegerät eingepackt – das falsche, wie sich herausstellte.
Das Ergebnis:
| Abschnitt | Strecke | Akkuverbrauch | Besonderheit |
| Hinweg (Aying → Schliersee) | ~40 km | 75% → 25% | 400 Hm, Stufe 3, Forstwege & Asphalt |
| Rückweg (erste 16 km) | 16,2 km | 3% Akku | Nur bergab, über 25 km/h → keine Motorunterstützung nötig |
| Rückweg gesamt | ~40 km | 27% → 12% Rest bei 37 km | Eco-Modus, 300 Hm rauf, 400 Hm runter |
Ich bin mit 75% Startakku 80 km gefahren und mit 12% Restakku angekommen. Mit vollem Akku wären realistisch 80–130 km drin – abhängig vom Streckenprofil, Fahrergewicht und Unterstützungsstufe.
Wichtig: Ich fahre gerne mit und fahre meistens über 25 km/h. Wer gemütlicher unterwegs ist und mehr Motorunterstützung nutzt, wird weniger Reichweite erzielen. Wer aktiv mittritt, entsprechend mehr.
Julia testet das E26 3.0 Pro
Julia hat das Bike kurz übernommen – und ich kam mit meinem eigenen E-Bike nicht mehr mit. Das sagt eigentlich alles. Das Bike ist schnell, die Unterstützung bis ca. 26,5 km/h macht einen deutlichen Unterschied gegenüber Rädern, die hart bei 25 abregeln.
Was Julia direkt entdeckt hat: die Hupe. Falls ihr Kinder habt – seid gewarnt.
Der Sattel hat sie ebenfalls überrascht. Ich war skeptisch – so ein breiter Komfortsattel ist eigentlich nichts für mich, ich bin Rennrad- und Gravelbike-Fahrer. In der Praxis war er aber deutlich komfortabler als erwartet. Für lange Touren auf dem E-SUV ist das genau richtig.
Was gut ist – und was nicht
| Plus | Minus / Hinweise |
| ✅ GPS + App + Alarmanlage – in dieser Preisklasse einzigartig✅ 100 Nm Mittelmotor mit Drehmomentsensor – echtes E-Bike-Feeling ✅ Vollfederung funktioniert – vorne und hinten spürbar ✅ Reichweite im Praxistest überzeugend ✅ Hupe statt Klingel – kleines Detail, großer Grinsen-Faktor ✅ Integriertes Licht mit Bremslicht ✅ Übersetzung erlaubt Mittreten bis 40–45 km/h ✅ Sattel komfortabler als er aussieht ✅ Bremslicht hinten serienmäßig | ⚠️ Dämpferpumpe nicht im Lieferumfang – kostet ca. 20 €, wird aber für Gewichtseinstellung gebraucht (kompatible Pumpen sind weit verbreitet)⚠️ Kein Flaschenhalter – Lenkerhalterung nachrüsten oder Tasche nutzen ⚠️ Reifen auf Asphalt etwas laut – wer viel Asphalt fährt, kann über leisere Reifen mit weniger Profil nachdenken ⚠️ Akku-Kontakte liegen frei wenn Akku ausgebaut – Bike nicht im Regen stehen lassen ohne Akku |
Federungseinstellung – wichtiger Hinweis
Das Bike wird ab Werk für Fahrer ab ca. 100 kg eingestellt geliefert. Wer weniger wiegt, sollte den Luftdruckdämpfer hinten anpassen. Dafür braucht man eine Dämpferpumpe – die ist nicht im Lieferumfang enthalten, aber für etwa 20 € überall erhältlich. Wer schon E-Bikes oder MTBs hatte, hat die wahrscheinlich ohnehin in der Garage.
ENGWE hat ein Tutorial zur Federungseinstellung, das ich auf Anfrage bekommen habe. Schreib mir gerne, wenn du es brauchst.
Für wen ist das ENGWE E26 3.0 Pro?
Das Bike ist kein Spezialist – es ist ein Allrounder, der erstaunlich viel kann. Meine Empfehlung:
- Pendler & Alltagsfahrer – Licht, Schutzbleche, Gepäckträger, App-Schloss – alles serienmäßig
- Touren-Fahrer – Reichweite und Komfort für längere Strecken auf gemischtem Untergrund
- Wer von einem Fully träumt – aber nicht 3.000–5.000 € ausgeben will
- Technik-affine Käufer – GPS, App, IoT, Alarmanlage – das ist mehr als die meisten Hersteller in dieser Preisklasse bieten
Wer ein reines Gelände-MTB sucht oder eine Weltumrundung plant – da gibt’s bessere Optionen. Für alles andere ist das E26 3.0 Pro ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Paket.
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Das ENGWE E26 3.0 Pro ist ab dem 29. Juli offiziell erhältlich. Mit meinem Code sparst du 10% zusätzlich auf den Einführungspreis:
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| Originalpreis | 2.099 € |
| Einführungspreis | 1.899 € |
| Mit Code BERGBIKER | 1.709,10 € |
| Gratis-Zubehör (bis 12.8.) | Frontgepäckträger + Taschenset (Wert 218 €) |
Mein Fazit
Das ENGWE E26 3.0 Pro hat mich überrascht – und das meine ich positiv. Ich bin kein E-Bike-Kanal, ich teste selektiv. Dieses Bike hat den Test verdient.
100 Nm Mittelmotor mit Drehmomentsensor, echte Vollfederung, GPS, App, Alarmanlage, Hupe, Bremslicht, Schutzbleche – und das für 1.709 € mit meinem Code. Wer in dieser Preisklasse ein Fully mit Mittelmotor und GPS sucht, wird anderswo nicht fündig.
Der einzige Wermutstropfen: Die Dämpferpumpe ist nicht dabei. Das ist aber kein Dealbreaker – sie ist weit verbreitet und günstig zu bekommen.
Empfehlung: Ja – besonders für Pendler, Alltags- und Tourenfahrer, die mehr wollen als ein Standard-E-Bike.
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Fragen? Schreib mir gerne in die Kommentare unter dem Video oder per Kontaktformular. Ich antworte persönlich.
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