Evercross EK6 Ultra Test: Fatbike-Look, dicker Akku, kleiner Preis
Auf den ersten Blick sieht das EK6 Ultra aus wie ein typisches Falt-Fatbike – ist es aber nicht. Und ehrlich gesagt macht das hier auch Sinn: Wer nicht zwingend falten muss, bekommt mit einem festen Rahmen mehr Stabilität und spart sich unnötige Mechanik. Das Bike ist trotzdem kein Schwergewicht und bringt auf meiner Waage 34,43 kg mit Akku auf die Waage – Herstellerangaben checke ich grundsätzlich selbst nach, da verlasse ich mich nicht auf Papierwerte.
Auffällig: die komplett schwarze „Black is Beautiful“-Optik mit weißer Beschriftung, dicke 20×4.0″-Fatbike-Reifen und schwarze Kunststofffelgen. Das Design spricht klar eine männlich orientierte Zielgruppe an, keine Frage.

- Akku: 48V / 18Ah, 864 Wh, herausnehmbar
- Reichweite: bis zu 130 km laut Hersteller (realistisch eher 90 km bei gemischter Nutzung)
- Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen vorne und hinten, 180er Scheiben
- Reifen: 20×4.0″ Fatbike-Reifen
- Schaltung: Shimano, hinterer Nabenmotor
- Bedienelement: beleuchtet, wechselt je nach Unterstützungsmodus die Farbe (Grün/Blau/Rot)
- Fahrergröße: 1,60 m bis 1,95 m laut Hersteller
- App: Bluetooth-Verbindung, Fernsteuerung, Fahrstatistik, Systemcheck – optional nutzbar
130 km klingt beeindruckend, hängt aber wie bei jedem E-Bike stark von Fahrergewicht, Streckenprofil, Unterstützungsstufe und Temperatur ab. Realistisch würde ich bei gemischter Nutzung mit häufigerer Unterstützung eher 90 km ansetzen. Wer viel mittritt und flache Strecken fährt, kommt sicher auch deutlich weiter – bei dicken Fatbike-Reifen ist starkes Muskeltreten über lange Distanzen aber anstrengend. Der Akku selbst ist auf jeden Fall groß genug, um im Alltag keine Reichweitensorgen zu haben.

Wie bei den meisten E-Bikes reduziert sich der „Aufbau“ auf das Auspacken: Vorderrad einstecken, Scheinwerfer anschließen, Schutzbleche montieren, Lenker im Vorbau ausrichten und festschrauben. Das Verpackungsmaterial hält sich in Grenzen – etwas Schaumstoff, ein paar Kabelbinder, etwas Folie. Am Ende empfiehlt sich, wie immer, ein Drehmomentschlüssel, um alle Schrauben nachzuchecken.
Ein Detail, das mir richtig gut gefallen hat: die Anfahrhilfe, die bis 6 km/h unterstützt, ohne dass getreten werden muss. Das ist offiziell in Deutschland erlaubt und in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit – bei vielen Rädern fehlt das Feature komplett oder ist mangelhaft umgesetzt. Gerade für Fahrer mit eingeschränkter Kraft beim Anfahren ist das ein echter Sicherheitsgewinn: draufsetzen, Knopf drücken, sicher losrollen, erst dann mit dem Pedalieren beginnen.
Der Hinterradnabenmotor ist beim Einsetzen deutlich hörbar, aber auch spürbar kraftvoll – der leiseste Motor ist er nicht, dafür schont ein Nabenmotor Kette und Ritzel deutlich mehr als ein drehmomentstarker Mittelmotor. Die drei Unterstützungsmodi ändern nichts an der gedrosselten Endgeschwindigkeit von 25 km/h, wohl aber daran, wie kraftvoll die Unterstützung einsetzt. Wer sich einmal auf den Rhythmus eingestellt hat, fährt damit sehr angenehm.Die hydraulischen Bremsen mit 180er Scheiben packen zuverlässig zu und lassen sich fein dosieren – auch das keine Selbstverständlichkeit im Budget-Segment.

Für nicht mal 1.000 € bekommt man mit dem Evercross EK6 Ultra ein Bike mit spektakulärer Optik, komplett in Schwarz, praktischem Gepäckträger, kraftvollem Motor, ordentlichem Akku und einer richtig guten Anfahrhilfe. Kein Faltbike, aber genau deshalb ohne unnötige Kompromisse bei Stabilität und Gewicht. Wer auf der Suche nach einem alltagstauglichen Fatbike mit viel Reichweite ist, sollte sich das Rad genauer anschauen.
Mit dem Code BERGBIKER5 sparst du zusätzlich beim Kauf über die Evercross-Website (gültig ab 150 €). Transparenzhinweis: Das Bike wurde mir von Evercross für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Amazon-Link oben ist ein Affiliate-Link – wenn du darüber bestellst, bekomme ich eine kleine Provision, für dich wird es dabei nicht teurer.




































