OneSport OT08 Pro E-Bike Test – Ehrlicher Praxistest mit allen Problemen
Aufbau easy, zwei Akkus, ein Display mit USB-C-Ladefunktion – ich dachte ehrlich, das wird ein entspanntes Review. Dann kam die erste Probefahrt: Der Rahmen knirscht, die Bremse schleift wie verrückt. Fast hätte ich das Ganze abgebrochen. Was daraus geworden ist – inklusive Happy End – erfährst du in diesem Artikel.
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*Werbung – das Testrad wurde mir für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Link enthält einen Affiliate-Code, über den ich bei einem Kauf eine kleine Provision erhalte. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Das OneSport OT08 Pro im Überblick
Onesport ist Hersteller verschiedener E-Bike-Modelle, unter anderem des OT08 – erhältlich als Hardtail oder, wie in meinem Test, als OT08 Pro mit Vollfederung: Gabel vorne, Dämpfer hinten. Das Besondere: zwei Akkus, einer unten im Rahmen verbaut, einer im Gepäckträger. Das Bike gibt es in Grau und Weiß, aktuell (Stand: Testzeitpunkt) ist es ausverkauft und erst ab Oktober wieder lieferbar – die Nachfrage scheint entsprechend hoch zu sein.
Die wichtigsten Eckdaten
- Motor: 250 Watt (Dauerleistung, EU-konform), 500 Watt Spitzenleistung, 65 Nm Drehmoment
- Akkus: 2x 48V 18Ah – zusammen bis zu 170–190 km Reichweite
- Gewicht: ca. 47 kg mit beiden Akkus
- Bremsen: 180er Scheibenbremsen vorne und hinten
- Reifen: 20×4 Zoll Kenda Fat-Tires
- App-Anbindung mit GPS, Diebstahlschutz, Fahrtenprotokoll
Die Dual-Akku-Lösung ist wirklich clever gelöst und in dieser Form nicht selbstverständlich – gerade für Vielfahrer oder alle, die nicht ständig ans Laden denken wollen, ein echter Pluspunkt.
Der holprige Start: Knirschen, Schleifen und viele Probefahrten
Ich will ehrlich sein: Dieser Test lief nicht so glatt, wie ich es sonst gewohnt bin. Der Aufbau selbst war unkompliziert – Werkzeug liegt bei, eine saubere Werkzeugmappe inklusive. Etwas mehr Zeit hat mich die Montage von Kotflügel und Scheinwerfer gekostet, aber auch das ist mit ein bisschen Geduld gut machbar.
Die erste Probefahrt dann: ein seltsames Klappern. Des Rätsels Lösung – simpel: Ich hatte vergessen, die vier Schrauben am Gepäckträger festzuziehen. Nach dem Nachziehen war das Problem gelöst, aber bei dieser ersten Fahrt ist mir noch etwas anderes gar nicht richtig aufgefallen.
Bei der zweiten Probefahrt dann deutlich: ein tierisches Schleifen an der vorderen Bremse und ein Knarzen am ganzen Rahmen. Ich habe die Bremse mehrfach neu justiert – keine Besserung. An diesem Punkt dachte ich tatsächlich, es könnte an meinem Körpergewicht liegen (ich wiege etwa 100 kg) und wollte das Review schon mit dieser Einschränkung abschließen.
Dann kam der entscheidende Test: Ich habe meine Partnerin Julia, die deutlich leichter ist, das Rad fahren lassen. Das Ergebnis: Es knirschte bei ihr genauso. Damit war klar – es lag nicht am Gewicht.
Die Fehlersuche: Zwei kleine Ursachen, ein großer Unterschied
Bei genauerem Hinsehen fanden wir die Ursache für das Knirschen: ein kleiner Reflektor am hinteren Rücklicht, der beim Fahren gegen das Metall-Schutzblech geschliffen hat. Das Schutzblech hat dabei wie ein Resonanzkörper gewirkt und jedes kleine Schleifen deutlich hörbar verstärkt. Reflektor entfernt (ohnehin überflüssig, da am Akku bereits ein großer Reflektor verbaut ist) – und das Knirschen war komplett weg.
Für das Schleifen an der Vorderbremse war die Ursache eine leicht verzogene Bremsscheibe – vermutlich ein Transportschaden oder ein kleiner Fertigungsfehler, wie er bei Bremsscheiben gelegentlich vorkommen kann. Nach dem Tausch gegen eine andere 180er Scheibe lief die Bremse sofort butterweich.
Zwei kleine Ursachen, die in Summe fast dafür gesorgt hätten, dass ich den Test abbreche. Umso mehr freut es mich, dass sich am Ende beides so einfach lösen ließ – und ich zeige diesen Prozess bewusst transparent, denn genau das kann bei einem Bike-Aufbau eben auch mal passieren.
Wie fährt sich das OT08 Pro?
Nach der Fehlerbehebung war das Bike vollkommen lautlos unterwegs – auch bei meinem Gewicht. Der Motor unterstützt über einen Trittfrequenzsensor (keinen Drehmomentsensor): Sobald sich die Kurbel dreht, schiebt der Motor an, bis die eingestellte Stufe erreicht ist. Im GPS-Test (Garmin Fenix) habe ich die drei Unterstützungsstufen nachgemessen:
- Stufe 1: bis 15 km/h
- Stufe 2: bis 20 km/h
- Stufe 3: bis 25 km/h
Alles im grünen Bereich – exakt im Rahmen der gesetzlichen Pedelec-Grenze. Auffällig: Man muss beim Anfahren ein-, zweimal kräftiger in die Pedale treten, bis der Motor greift. Wer das nicht möchte, nutzt die praktische Anfahr- und Schiebehilfe per Knopfdruck bis 6 km/h.
Im Gelände macht das Bike mit den fetten Reifen und wenig Luftdruck richtig Laune – guter Grip, komfortabel auch über Schlaglöcher, Bordsteine und Feldwege. Für lange Alpencross-Touren ist das OT08 Pro nicht gedacht, aber als auffälliges, robustes Alltags- und Freizeitbike für Stadt, Dorf und Feldwege macht es eine richtig gute Figur.
Ein kleiner Hinweis für große Fahrer: Ich bin 1,80 m groß, und die serienmäßige Sattelstütze war mir für längere Touren etwas zu kurz. Eine längere Sattelstütze kostet aber nur etwa 20 € und ist schnell nachgerüstet.
Camper-Tauglichkeit: Hier muss ich klar Wasser in den Wein gießen
OneSport ist mit der Idee auf mich zugekommen, das OT08 Pro als perfektes Camper-Bike zu positionieren. Ehrlich gesagt: Für meinen Fiat Ducato (5,40 m) funktioniert das nicht. Mit 47 kg ist das Bike für die Heckgarage schlicht zu schwer, und selbst mit demontiertem Lenker passt es von der Größe her nicht in den vorgesehenen Stauraum. Für einen Fahrradträger sind die breiten Fat-Tires ebenfalls nicht ideal.
Als reines Spaßbike für die Stadt, das Dorf oder Feldwege ist das OT08 Pro dagegen genau richtig – nur eben nicht als Camper-Begleiter.
Mein Fazit
Das OneSport OT08 Pro hat mich am Ende überzeugt – aber der Weg dahin war holpriger als erwartet. Die Dual-Akku-Lösung, das übersichtliche Display mit USB-C-Ladefunktion und die App-Anbindung sind echte Stärken. Dass ich anfangs mit Knirschen und einer schleifenden Bremse zu kämpfen hatte, lag am Ende nicht am Bike-Konzept selbst, sondern an zwei vergleichsweise kleinen, gut behebbaren Ursachen.
Für alle, die ein auffälliges, komfortables Fatbike mit ordentlich Reichweite für City und Umland suchen, ist das OT08 Pro einen Blick wert. Für den Camper-Einsatz würde ich es dagegen nicht empfehlen.
Das komplette Video mit allen Details, dem Aufbau und der Fehlersuche findest du hier: [YouTube-Link einfügen]
🤖 KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (Claude, Anthropic) erstellt und redaktionell geprüft.









































