Ein Carbon-E-Bike mit Mittelmotor, Display im Lenker, Navigation und GPS-Alarm für 1.549 €. Mit meinem Code BERGBIKER sind es 1.394,10 €. Das ist für ein Rad dieser Bauart ungewöhnlich wenig Geld, und genau deshalb habe ich das MapFour Ray Pro genauer angesehen: ausgepackt, aufgebaut, durch die Stadt gefahren, im Dunkeln und auf dem Weg zum Supermarkt. Was gut ist, was fehlt und wofür du den Preis nicht bekommst, steht hier.
Preis: Was das MapFour Ray Pro aktuell kostet
Im MapFour-Shop steht das Ray Pro derzeit bei 1.549 €. Dort steht „Um 850 € reduziert“, und 2.399 € sind durchgestrichen. Mit meinem Gutscheincode BERGBIKER gibt es 10 % darauf: Im Warenkorb werden 154,90 € abgezogen, der Endpreis liegt bei 1.394,10 € inklusive MwSt. Stand: 07.11.2026.
Zwei Dinge dazu. Erstens: Die Versandkosten zeigt der Warenkorb erst, wenn du die Lieferadresse eingibst. Prüf sie, bevor du bestellst. Zweitens: Ein durchgestrichener Preis ist eine Herstellerangabe und sagt nichts darüber, was ein Rad wert ist. Das technisch verwandte ENGWE N1 Pro lag in Tests und Shops zuletzt zwischen rund 1.850 und 2.200 €. Die 1.549 € sind trotzdem ein guter Preis, aber vergleichen schadet nicht.
Das Ray Pro ist ein Auslaufmodell: MapFour führt es im Shop-Menü unter „Auslaufmodell – City“, zusammen mit Ray Air und Ray Air ST. Wichtig für dich: Es ist laut Shop aktuell auf Lager, in Tintengrün und Anthrazitgrau. Wie lange das so bleibt, weiß ich nicht.
Carbonrahmen ohne Sattelrohr: Design und Verarbeitung
Das Auffälligste am Ray Pro ist der Rahmen. Er besteht aus Carbon und kommt ohne Sattelrohr aus, unten bleibt der Rahmen frei. Das sieht schnell aus und ist ein klarer Pluspunkt in der Stadt. Federgabel, Hinterbaudämpfer oder gefederte Sattelstütze gibt es nicht: Das Ray Pro ist ein Starrbike.
Mit 21,2 kg ist es für meine Verhältnisse leicht. Die Bikes, die ich teste, liegen meist in der 30-kg-Klasse, einzelne wogen sogar über 42 kg. Der Carbonrahmen macht den Unterschied, und du merkst ihn beim Tragen und beim Anfahren.
Die Sattelstütze sitzt in einer Muffe tief im Rahmen und wird mit einem Imbusschlüssel geklemmt. Einen Schnellspanner gibt es nicht. Wer das Rad mit mehreren Personen teilt, muss also kurz zum Werkzeug greifen. In der Muffe steckt ein Metalleinsatz, und die Stütze ist aus Aluminium. Dann darfst du Fett verwenden. Bei Carbonteilen gilt das nicht: Dort nimmst du Carbonpaste, sofern der Hersteller sie erlaubt. Bei Trek zum Beispiel ist Carbonpaste im Carbonrahmen nicht zugelassen. Lies also vor dem ersten Einfetten die Anleitung.

Aufbau: schnell erledigt
Das Rad kommt weitgehend vormontiert. Du montierst Rad und Kurbeln, schiebst die Sattelstütze hinein, meldest das Bike in der App an, entfernst die Verpackung und schraubst den Lenker fest. Das war es. Werkzeug liegt bei, ein Handbuch ebenfalls, und MapFour bietet ein Tutorial-Video zum Aufbau.
Mein Tipp bei Carbon: Nimm einen Drehmomentschlüssel. Die Schrauben sollen fest sein, aber nicht überdreht.

Display im Lenker, Beleuchtung und Navigation
Das Display sitzt im Lenker integriert. Auf meinen Aufnahmen flackert es, weil die Bildwiederholrate der Kamera nicht zum Display passt. Mit bloßem Auge siehst du das nicht.
Die Beleuchtung steckt ebenfalls im Lenker. Das Licht schaltest du wie üblich mit der Plus-Taste ein, mit der Power-Taste wechselst du aufs Fernlicht. Dazu kommt eine Ambientebeleuchtung vorne, deren Farbe du in der App einstellst. Das ist Spielerei, aber mir gefällt sie.
Sehr gut gefällt mir die Navigation. Du gibst ein Ziel ein, das Rad bietet Treffer an, du startest die Route, und das Display zeigt die Abbiegehinweise. Bei meinem Test zum REWE-Markt stimmte alles mit der Strecke überein, und ich bin dort ohne Umweg angekommen. Das Smartphone bleibt dabei in der Tasche. In der Stadt ist das ein echter Vorteil, weil du das Handy nicht am Lenker montieren musst.

GPS, Alarm und Diebstahlschutz
Im Rad steckt ein IoT-Modul mit 4G, quasi eine SIM-Karte im Rahmen. Du siehst in der App, wo das Bike steht. Im ersten Jahr ist der Dienst kostenlos, danach kostet er eine Kleinigkeit. Die genaue Höhe habe ich nicht geprüft, schau sie vor dem Kauf nach.
Du kannst einen Bereich festlegen, in dem sich das Rad bewegen darf. Verlässt es ihn, gibt es Alarm. Dazu gibt es einen Bewegungsalarm und das Smartlock: Das Rad lässt sich digital abschließen, die Sperre blockiert mechanisch. Das schreckt ab, verhindert aber nicht, dass jemand das Bike wegträgt. Du brauchst also weiterhin ein gutes Schloss.
Am Rahmen klebt ein Code, mit dem du das Rad in der App als dein eigenes anlegst. Er funktioniert nur einmal. Danach kannst du ihn entfernen und ins Handbuch kleben. Den Aufkleber mit der Konformitätserklärung würde ich dranlassen: Bei einer Polizeikontrolle kannst du so zeigen, dass das Bike zugelassen ist und 25 km/h unterstützt, auch wenn es schneller aussieht.
Motor, Akku und Reichweite
Im Tretlager arbeitet ein Ananda-Mittelmotor mit 250 W Nenndauerleistung und 80 Nm Drehmoment, geregelt über einen Drehmomentsensor. Er ist kaum zu hören, aber gut zu spüren: Da ist Dampf drin, genau so, wie man ihn braucht.
Der Akku hat 36 V und 10 Ah, das sind 360 Wh. Du kannst ihn im Rad laden oder herausnehmen und in Wohnung, Werkstatt oder Büro an die Steckdose hängen. Mit dem mitgelieferten Ladegerät (8 A Ausgang) ist er laut MapFour in 1,5 bis 2 Stunden voll.
Reichweite nach Unterstützungsstufe
MapFour nennt bis zu 100 km in Unterstützungsstufe 1 (PAS 1). Mehr Herstellerangaben nach Stufen liegen mir nicht vor. Eine eigene Reichweitenmessung wie beim MapFour Roam habe ich mit dem Ray Pro nicht gemacht, deshalb nenne ich dir keine Zahl, die ich nicht gefahren bin. Rechne bei 360 Wh und kräftiger Unterstützung deutlich unter den 100 km. Das gilt für jedes E-Bike dieser Akkugröße.
Schutzarten
Eine Herstellerangabe zu IP-Werten für Akku, Motor und Display liegt mir derzeit nicht vor. Ich ergänze sie, sobald MapFour sie nennt. Verzichte bis dahin auf den Hochdruckreiniger.
Schaltung, Sattel, Gepäckträger und Rücklicht
Geschaltet wird mit der Shimano CUES. Die Gruppe ersetzt die alten Schaltungen Altus, Acera, Alivio und Teile von Deore und Sora, ist langlebig und durchdacht. In dieser Preisklasse sieht man sie selten, und ich finde sie sehr gut. Am Lenker lässt sich der Schalthebel angenehm bedienen.
Der Sattel stammt von Selle Royal. Das ist ein Teil, an dem Hersteller gern sparen, und hier hat MapFour es nicht getan.
Hinten sitzt ein kleiner, stabiler Gepäckträger. Eine Traglast steht nicht darauf, frag also nach, bevor du schwer belädst. Die Schutzbleche bestehen aus Kunststoff. Das Rücklicht läuft mit Batterie. Das ist schade, denn bei einem Elektrorad könnte man es an den Akku anschließen. An den Rädern gibt es keine Speichenreflektoren, dafür weiße Reflexringe an den Reifen. Das gefällt mir besser.

Nur eine Rahmengröße
Das Ray Pro gibt es nur in einer Größe. Ich bin etwas über 180 cm groß und komme damit zurecht. Wer deutlich größer ist, sollte vor dem Kauf bei MapFour nach der empfohlenen Körpergröße fragen. Beim verwandten ENGWE N1 Pro haben Tester die Einheitsgröße bei großen Fahrern ausdrücklich kritisiert. Das ist für mich der größte Haken am Konzept, und er lässt sich nicht nachträglich beheben.
Technische Daten im Überblick
| Motor | Ananda Mittelmotor, 250 W, 80 Nm, Drehmomentsensor |
| Akku | 36 V, 10 Ah (360 Wh), herausnehmbar |
| Ladezeit | 1,5–2 Stunden (Herstellerangabe), Ladegerät 8 A |
| Reichweite | bis 100 km in PAS 1 (Herstellerangabe) |
| Rahmen | Carbon, ohne Sattelrohr, ungefedert, eine Größe |
| Gewicht | 21,2 kg |
| Schaltung | Shimano CUES, 10-Gang |
| Bremsen | Tektro, hydraulische Scheibenbremsen |
| Reifen | 700 × 42C |
| Sattel | Selle Royal |
| Display | im Lenker integriert, mit Navigation |
| Licht | Frontlicht mit Fernlicht, Ambientebeleuchtung, Batterie-Rücklicht |
| Konnektivität | App, 4G/GPS, Alarm, Smartlock (im ersten Jahr kostenlos) |
| Unterstützung | bis 25 km/h |
| Farben | Tintengrün, Anthrazitgrau |
| Preis | 1.549 €, mit Code BERGBIKER 1.394,10 € (Stand 07.11.2026) |
Unterwegs mit dem Ray Pro
Ein paar Eindrücke von meiner Testfahrt.
Für wen lohnt sich das Ray Pro?
Passt gut, wenn du …
ein schnelles, leichtes City-Bike mit Carbonrahmen suchst und nicht mehr als 1.400 € ausgeben willst. Wenn dir Navigation im Display wichtig ist und du das Handy nicht am Lenker haben willst. Wenn du ein Rad möchtest, das du auch mal die Treppe hochtragen kannst.
Passt weniger gut, wenn du …
Komfort auf schlechten Wegen willst: Das Ray Pro ist ungefedert und fährt auf Straße und Radweg, nicht im Gelände. Wenn du deutlich größer bist als ich und ein Rad mit mehreren Größen brauchst. Wenn du ein Rücklicht am Akku erwartest. Oder wenn du eine belegte Reichweite suchst: Die habe ich bei diesem Rad nicht gemessen.
Fazit
Das MapFour Ray Pro ist ein schnelles, schönes City-Bike mit Carbonrahmen, kräftigem Mittelmotor und Funktionen, die man sonst bei teureren Rädern findet: Navigation im Display, GPS, Alarm, Shimano CUES und ein Selle-Royal-Sattel. Für 1.394,10 € mit Code BERGBIKER ist das ein starkes Angebot, vorausgesetzt, du kommst mit einer Rahmengröße und ohne Federung klar.
Die Schwächen sind schnell aufgezählt: kein Schnellspanner, Batterie-Rücklicht, keine belegte Reichweite und die Einheitsgröße. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt trotzdem.
Mehr E-Bikes im Vergleich
Meinen Test des vollgefederten MapFour Roam findest du hier im Blog. Das ENGWE N1 Pro, mit dem das Ray Pro technisch verwandt ist, findest du wie alle ENGWE-Modelle auf meiner ENGWE-Übersichtsseite. Markenübergreifend vergleichst du Preise und Daten im E-Bike-Finder und im E-Bike-Katalog.
Transparenzhinweis: Das MapFour Ray Pro wurde mir von MapFour kostenlos zur Verfügung gestellt (Werbung). Meine Einschätzung bleibt unabhängig.
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🤖 Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell von BERGBIKER geprüft und freigegeben.


























