Insta360 X6 Test: 175 km über den Brenner – lohnt sich die neue 360°-Kamera?
Von Sterzing über den Brenner und durch das ganze Inntal bis nach Rosenheim: 175 Kilometer an einem Tag, und die ganze Tour hat nur eine Kamera aufgenommen – die neue Insta360 X6. Am Ende hatte ich noch 30 % Akku übrig. Für diesen Insta360 X6 Test habe ich sie außerdem direkt mit der X5 und der X4 Air verglichen: im Wald, am Lenker, in der Dämmerung und bei Nacht.
Keine Verschlusszeiten, keine Menü-Orgie. Ich bin Anwender: Eine Kamera muss sofort und einfach funktionieren und möglichst gute Aufnahmen machen. Genau so habe ich sie getestet – und gewogen, denn bei einer Sache hatte ich am Anfang etwas zu vollmundig behauptet. Dazu gleich mehr.
Hinweis: Dieser Beitrag ist Werbung. Die Insta360 X6 wurde mir von Insta360 zur Verfügung gestellt, ich bin seit vielen Jahren Insta360-Partner. Der Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich entstehen keine Mehrkosten. Meist gibt es über meine Links sogar einen Gutschein oder einen Benefit obendrauf.
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Das Video zum Test
Kurz gesagt: Wer nimmt welche Kamera?
| Kamera | Passt für | Gewicht (laut Insta360) |
|---|---|---|
| Insta360 X4 Air | Die leichteste und günstigste. Gut, wenn du bei Tageslicht und Sonne filmst und es auf jedes Gramm ankommt. | 165 g |
| Insta360 X5 | Der Preis-Leistungs-Sieger. Kann fast alles, was die X6 kann, auch AI Director (inzwischen per Update) und PureVideo für wenig Licht. | 200 g |
| Insta360 X6 | Das Flaggschiff: größte Sensoren, größter Akku, OLED-Display, als einzige 8K mit 50 Bildern pro Sekunde – und nach meinem Eindruck die beste im Dunkeln. | 196 g |
Die Begründung dazu findest du weiter unten – mit meinen Aufnahmen, nicht nur mit dem Datenblatt.
Was ist die Insta360 X6 überhaupt?
Die Insta360 X6 ist die neue Flaggschiff-360°-Kamera von Insta360, seit Juli 2026 auf dem Markt. Zwei Fischaugen-Linsen nehmen alles rundum auf, den Bildausschnitt wählst du nachher am Rechner oder in der App. Genau deshalb bin ich bei 360°-Kameras geblieben: Beim Mountainbiken hatte ich mit Handy, Garmin Virb und GoPro entweder nur Himmel oder nur Boden, alles war nervös. Mit der Insta360 konnte ich zum ersten Mal den Ausschnitt wählen, der mir gefällt. Das war bei meinem ersten Alpencross an einem Tag von München zum Gardasee.
Neu bei der X6 sind laut Insta360 unter anderem:
- zwei Sony-Sensoren mit 1/1,1 Zoll (ungefähr die Größe eines 1-Zoll-Sensors)
- 8K mit bis zu 50 Bildern pro Sekunde in 360°
- 2600-mAh-Akku, laut Insta360 140 Minuten in 8K30, in 24 Minuten zu 80 % geladen
- OLED-Display mit „Full Screen Press“
- Windschutz-Mikrofone plus ein verstecktes Mikro
- 47 GB interner Speicher – du brauchst nicht unbedingt eine SD-Karte
- Dolby Vision und 10-Bit-Farbe (bis 8K30)
- AI Director, der aus deinem Material automatisch einen Clip schneidet
Technische Daten: X6 vs. X5 vs. X4 Air
| Merkmal | Insta360 X6 | Insta360 X5 | Insta360 X4 Air |
|---|---|---|---|
| Markteinführung | Juli 2026 | April 2025 | Oktober 2025 |
| Sensoren | 2 × Sony 1/1,1 Zoll | 2 × 1/1,28 Zoll | 2 × 1/1,8 Zoll |
| 360°-Video | 8K bis 50 fps | 8K30 | 8K30 |
| 360°-Foto | 120 MP | 72 MP | 27 MP |
| Flat-Video (Einzellinse) | 5K60 und 4K120 | 4K60 | 4K60 |
| PureVideo (Low Light) | Ja | Ja | Nein |
| AI Director | Ja | Ja (per Update) | Nein |
| Akku | 2600 mAh, 140 Min. (8K30) | 2400 mAh, 93 Min. (8K30) | 2010 mAh, 88 Min. (8K30) |
| Wasserdicht ohne Case | 20 m | 15 m | 15 m |
| Display | 2,32 Zoll OLED, Full Screen Press | ohne OLED | nicht verglichen |
| Wechselbare Linsen | Version 2.0 | Version 1.0 | Version 1.0 |
| Gewicht (Insta360) | 196 g | 200 g | 165 g |
Alle Angaben laut Insta360. Beim Gewicht habe ich nachgemessen – dazu gleich mehr. Mehr zur kleinen Schwester findest du in meinem Insta360 X4 Air Test.
175 km über den Brenner mit einer Kamera
Die große Praxisprobe war unsere Tour von Sterzing über den Brenner und durch das Inntal bis nach Rosenheim. Rund 175 Kilometer, ein ganzer Tag, alles mit der X6 aufgenommen. Am Ende hatte ich noch 30 % Akkukapazität übrig. Das ist genau die Art von Test, die mir wichtig ist: kein Labor, sondern ein langer Tag mit wechselndem Licht, Wald, Tunnel und Sonne.
Den kompletten Film, den der AI Director aus dieser Tour geschnitten hat, habe ich in einem eigenen Video hochgeladen: der AI-Director-Film der 175-km-Tour. Wie der AI Director funktioniert, erkläre ich ausführlich in meinem Beitrag Insta360 AI Director: Automatischer Videoschnitt bei X6 und X5.
Die X6 war aber nicht nur auf dem Rad dabei. Ich habe sie auch an meiner Vespa dabei, eigentlich bei jeder Fahrt – es gibt immer Motive, bei denen sich das Einschalten lohnt, etwa diesen wunderschönen Herbstanfang mit den tollen Farben.
Drei Kameras in einer – und der AI Director
Die X6 ist drei Kameras in einer: 360°-Video, flaches Video mit InstaFrame (Tracking, 4K30 direkt aus der Kamera) und Weitwinkel. Das Highlight ist für mich der AI Director: Du steckst die Kamera abends ans Ladegerät, und am nächsten Tag liegt ein fertiger Clip auf dem Handy. Er funktioniert nicht nur über Nacht, sondern schon beim normalen Laden, und es geht oft schneller als eine ganze Nacht. Der Schnitt kommt aus der Kamera, du musst also nichts mehr tun.
Die X5 kann das inzwischen auch: AI Director kam dort seit ein paar Tagen als Update. Wer „abends laden, morgens Clip“ will, braucht dafür also nicht zwingend die X6.
Display, Gewicht und Formfaktor: Hab ich nachgewogen
Die X6 hat einen neuen Formfaktor: deutlich kürzer als die X5, dafür etwas breiter. Das Display ist etwas kleiner als bei der X5, dafür ist es jetzt ein OLED-Display mit „Full Screen Press“. Du tippst auf den ganzen Bildschirm, um die Aufnahme zu starten oder zu stoppen. Das ist besonders mit Handschuhen praktisch. Das Display ist außerdem druckempfindlich und gibt ein Feedback, dazu kommen Sounds wie bei einem Smartphone statt eines einfachen Piepsens. Das sind Kleinigkeiten, die mir gut gefallen.
Und jetzt zum Gewicht. Im Video hatte ich am Anfang gesagt, die X6 sei die kleinste und leichteste. Ich habe deshalb auf meiner Küchenwaage nachgewogen – keine High-End-Waage, aber für den Vergleich reicht sie: Die X5 kam auf 199 bis 200 g, die X6 auf 199 g. Laut Insta360 sind es 200 g und 196 g. Meine Erkenntnis: X5 und X6 wiegen ungefähr gleich viel, und die X4 Air ist eindeutig das Leichtgewicht.
Test 1 und 2: Wald und Lenker bei wechselndem Licht
Bei meinen Vergleichen habe ich die Bedingungen so gleich wie möglich gehalten. Aufgenommen habe ich in 8K mit 30 Bildern pro Sekunde, Bild und Ton so, wie sie aus der Kamera kommen: keine LUT, keine Stimmen- oder Soundoptimierung. Im ersten Test steht die Kamera auf einem Stativ und filmt uns, wie wir im Wald mit wechselnden Lichtverhältnissen vorbeifahren. Das machen wir mit jeder Kamera. Im zweiten Test sitzen die Kameras am Lenker im POV-Modus. Auch hier sind wir bewusst dieselbe Strecke gefahren, mehrmals sogar, weil sich die Sonne zwischendurch bewegt hat. Ein Labor haben wir trotzdem nicht.
Mein Eindruck beim X6-Durchgang im Wald: Mir gefallen die Farben, es gibt irgendwie mehr Farben und mehr Dynamik im Bild. Und die Mikrofone scheinen noch empfindlicher zu sein – man hört uns noch aus größerer Entfernung, inklusive Reifengeräuschen. Die Unterschiede siehst und hörst du am besten in den Vergleichsszenen im Video. Wie Insta360 mehr Dynamik aus den 360°-Aufnahmen holt, habe ich auch im Beitrag zu Adaptive Tone bei Insta360 beschrieben.
Die Stabilisierung ist übrigens bei allen drei Kameras sehr gut. Am Lenker meines Gravelbikes oder Rennrads mit viel Luftdruck nimmt die Kamera die Unebenheiten am Boden einfach weg. Passende Halterungen findest du in meinem Beitrag zu den Insta360 Bike Mounts für Lenker und Sattel.
8K und 50 FPS: Brauchst du das?
Die X6 kann 8K mit 50 Bildern pro Sekunde – laut Insta360 als einzige der drei Kameras. 8K heißt viele Pixel, und bei einer 360°-Kamera brauchst du die, weil du später nur einen Ausschnitt aus dem Rundumbild nimmst. Je mehr Pixel, desto schärfer bleibt dieser Ausschnitt. 50 Bilder pro Sekunde machen schnelle Bewegungen flüssiger, und du kannst eine leichte Zeitlupe daraus machen. Das ist ein Plus, wenn du zum Beispiel schnelle Abfahrten filmst.
Ich nehme trotzdem fast immer 8K mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Meine Videos sind am Ende 4K mit 30 fps – so lade ich sie bei YouTube hoch. Dafür ist das Bild völlig ausreichend, der Akku hält länger, und die Karte ist nicht so schnell voll. Ehrlich gesagt brauche ich 8K50 nicht. Wenn du aber schnelle Abfahrten ganz weich haben willst, probier es einfach aus.
Test 3: Dämmerung und Nacht
Die meisten fragen nach Aufnahmen im Dunkeln. Ich brauche die Kamera zu rund 95 % bei Tageslicht – ich bin ein Schönwetterradler –, aber weil das oft gefragt wird, habe ich einen ausführlichen Praxistest gemacht, ausdrücklich kein Labortest. X5 und X6 haben den PureVideo-Modus für Aufnahmen im Dunkeln, der X4 Air fehlt er. Ich habe sie trotzdem mitlaufen lassen, um den Unterschied zu zeigen. Alle drei Kameras habe ich dabei in 8K gelassen, damit der Vergleich fair bleibt. Soweit ich weiß, empfiehlt Insta360 bei schlechtem Licht eher 5K oder 4K – bei der X4 Air würde das also mehr herausholen.
Die Ergebnisse:
- X4 Air: Im Dunkeln kannst du sie vergessen, sie braucht etwas Licht.
- X5: Der PureVideo-Modus macht einen riesigen Unterschied, die X5 macht im Dunkeln einen ganz guten Job.
- X6: Nach meinem Eindruck die beste. Ich filme in dieser Umgebung und zu dieser Uhrzeit eigentlich ungern, weil es meist nicht viel bringt – aber die X6 macht da echt gute Aufnahmen. Ein klarer Schritt in der Entwicklung.
Der Grund ist laut Datenblatt der größere Sensor: rund 35 % mehr Sensorfläche als bei der X5. Mehr Fläche bedeutet mehr Licht pro Pixel und damit weniger Rauschen. Die Sensoren sind außerdem quadratisch, was besser zu den runden Fischaugen-Linsen passen soll. Diese Daten habe ich nur aus dem Datenblatt – entscheidend ist für mich, dass die Kamera anmachen, losfahren, gute Bilder bedeutet. Wenn du viel im Dunkeln filmen willst, ist die Entscheidung für mich klar: nimm die X6.
Schnitt, Garmin-Daten und Updates
Die Videos kannst du in der Smartphone-App schneiden oder am Rechner mit der Insta360 Studio-Software, die es auch für Windows gibt. Ich schneide am Mac mit Final Cut Pro. Das Stitchen, also das Zusammenbauen der beiden Fischaugen-Bilder, passiert vorher in der Software. Sehr cool finde ich, dass du Daten von deinem Garmin, deiner Apple Watch oder von Strava ins Video einladen kannst. Ich nutze Garmin Connect: Die Daten werden nach der Aufzeichnung synchronisiert, du wählst ein Template und kannst darin Werte ein- und ausblenden und die Anzeige zoomen. Ich nutze das nur selektiv, etwa wenn es besonders steil oder anstrengend ist.
Firmware-Updates laufen einfach über die App und gehen ziemlich flott. Ich empfehle, sie regelmäßig zu installieren, weil die Kameras dadurch oft noch ein Stück besser werden.
Wechselbare Linsen und Displayschutz
Bei Insta360 kannst du die Linsen austauschen, ohne die Kamera einzuschicken. Es gibt ein Kit mit Werkzeug, ich musste das selbst schon zweimal machen und es war total einfach. Bei der X6 habe ich direkt nach dem Auspacken einen Displayschutz montiert. Wie das geht, zeige ich in einem eigenen Video: Displayschutz an der X6 montieren. Die Anleitung mit Details findest du auch im Beitrag Insta360 X6 Displayschutz.
Mein Tipp: Pack die Linsen bei Transport und Pausen immer weg. Hier lagen im Test sechs Linsen ungeschützt nah beieinander, das macht man besser nicht.
Mein Tipp: Welche Kamera jetzt kaufen?
Wenn du dich für eine der drei Kameras entschieden hast, findest du hier die Links. Über meine Links gibt es meist noch einen Gutschein oder einen Benefit dazu.
Für wen lohnt sich die Insta360 X6 – und für wen nicht?
Die X6 passt, wenn du das Beste willst und es brauchst: bessere Leistung im Dunkeln, der größte Akku, OLED-Display, das einzige 8K mit 50 Bildern pro Sekunde. Ich mag auch die neue Haptik und den neuen Formfaktor. Bei meiner 175-km-Tour, bei der der Tag lang wurde und wir auch in der Nacht gefilmt haben, war ich mit der X6 für alle Eventualitäten gewappnet.
Die X5 passt, wenn du ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis willst. Sie hat inzwischen auch AI Director und PureVideo. Für die meisten ist sie die vernünftige Wahl.
Die X4 Air passt, wenn du hauptsächlich bei Tageslicht und Sonne filmst und es dir auf jedes Gramm ankommt. Ich war dieses Jahr am Gardasee, in Südtirol und in Südfrankreich viel mit ihr unterwegs – bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein macht sie super Aufnahmen. Mehr dazu in meinem Insta360 X4 Air Test.
Fazit: Insta360 X6 nach dem Test
Das spricht für die X6:
- Nach meinem Eindruck die beste Leistung im Dunkeln
- Größter Akku: 175 km mit einer Kamera, am Ende noch 30 % übrig
- OLED-Display mit Full Screen Press, auch mit Handschuhen
- Mehr Farben und Dynamik im Wald, empfindlichere Mikrofone
- Neuer, kürzerer Formfaktor
- AI Director: abends laden, morgens Clip
Das spricht gegen sie:
- Nicht leichter als die X5: 199 g gegen 199 bis 200 g bei meiner Waage
- 8K mit 50 Bildern pro Sekunde brauche ich selbst nicht, ich nehme 8K30 auf
- Wenn du fast nur bei Tageslicht filmst, reichen oft schon die X5 oder die X4 Air
- Der Dunkel-Vorsprung beruht auf meinem Praxistest und den Datenblatt-Angaben, nicht auf Labormessungen
Mein Fazit: Alle drei Kameras sind super. Wer das Beste will und es braucht, nimmt die X6 – ich würde sie mir kaufen. Wenn es auf Preis und Gewicht ankommt, sind X5 und X4 Air völlig vernünftige Alternativen.
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🤖 Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell von BERGBIKER geprüft und freigegeben.








































































