MTB Alpencross mit Kind – Etappe 5b: Vezzano → Riva del Garda
Das Ziel ist in Sicht – der Gardasee wartet
Wir sitzen im Bus. Trento liegt hinter uns, die Räder sind im Laderaum, Finn döst ein bisschen auf dem Sitz neben mir. Noch ein paar Kilometer – dann Vezzano. Und dann ist es eigentlich fast geschafft.
Vezzano ist ein kleines Örtchen nördlich des Sarcatales. Hier steigen wir aus, holen die Räder raus, und dann ist die Energie plötzlich wieder da. Der Geruch ändert sich hier – weniger Alpen, mehr Mittelmeer. Das Sarcatal zieht Richtung Süden, der Gardasee liegt am Ende davon.
Lago di Toblino, Lago di Cavedine, Marocce – und dann Riva
Die letzten Kilometer sind ein Genuss. Zunächst führt der Weg an zwei kleinen Voralpenseen vorbei: dem Lago di Toblino mit seinem malerischen kleinen Schloss direkt am Wasser, und dem Lago di Cavedine, ruhig und türkisfarben. Hier sind wir das erste Mal kurz abgestiegen, Foto gemacht, Wasser getrunken.
Dann geht es auf dem Sarca-Radweg weiter. Gut ausgebaut, kaum Steigungen, der Fluss begleitet uns. Durch die Marocce – eine bizarre Felsenlandschaft, die einem kurz das Gefühl gibt, nicht mehr in Südtirol zu sein – und dann kommt Arco. Kletterparadies, Palmen, mediterranes Flair.
Und dann, nach fünf Tagen, 200+ Kilometer und einigen hundert Höhenmetern: Riva del Garda. Der Gardasee. Blau, weit, still.
Die Familie wartet schon am Strand.
Das ist eines dieser Momente, die man sich nicht schöner ausdenken könnte. Finn fährt als erster ans Wasser ran, dreht sich einmal um, grinst. Fertig.
Fazit: Alpencross mit Kind – ein klares Ja
Sehr empfehlenswert. Nicht nur für Kinder – für jeden, der die Alpen mal anders erleben will. Fünf Tage, fünf Etappen, Zugspitze bis Gardasee. Machbar, wunderschön, und mit einem 9-Jährigen zu fahren war eine der besten Entscheidungen dieses Trips.
Wir werden die Strecke sicher noch einmal fahren. Spätestens wenn der kleine Bruder alt genug ist. 🙂
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