Der erste Alpencross – von Aying bis an den Gardasee
Der Alpencross 2014 war unser erstes großes Mountainbike-Abenteuer: Vater und Sohn, sieben Etappen, direkt von der Haustür bis ans Wasser. Kein Shuttle, kein Aufwärmen auf einem Parkplatz – aus der Tür, aufs Rad, und los.
Was mich bis heute begeistert: die Konsequenz dieser Idee. Start in Aying, Ziel Gardasee. Was dazwischen liegt, sind Alpen – und zwar die schönsten. Hüttenübernachtungen, Singletrails, Pässe und Panoramen, die man mit dem Auto nie so erleben würde.
Mein Vater war damals 64 Jahre alt, ich 40. Gemeinsam mit dem Mountainbike die Alpen zu überqueren war eine Idee, die wir schon lange hatten – und die wir endlich in die Tat umgesetzt haben.
Die Route: Zillertal, Pfitscherjoch und Dolomiten Bindelweg
Die Strecke führte von Aying zunächst über die Valepp zum Kaiserhaus – eine ideale Auftaktetappe mit gutem Mix aus Waldweg und Schotter. Von dort ging es ins Zillertal, wo das Gelände deutlich alpiner wird.
Die Schlüsseletappe war das Pfitscherjoch: technisch anspruchsvoll, steil und ausgesetzt – einer der schönsten und fordernden Übergänge des gesamten Alpencross. Hinter dem Joch öffnet sich Südtirol, und damit eine ganz andere Welt.
Über Fanes und den legendären Dolomiten Bindelweg haben wir dann die spektakulärste Passage absolviert. Die Fanesgruppe und die Dolomiten sind mit dem Mountainbike einfach unschlagbar – Gestein, Licht, Weite, kaum Verkehr. Über den Monte Bordone und Salurn führte uns der letzte Abschnitt dann hinunter zum Gardasee.
Die 7 Etappen im Überblick
- Aying – Kaiserhaus
- Kaiserhaus – Breitlahner (Zillertal)
- Breitlahner – Kematen (Pfitscherjoch)
- Kematen – St. Vigil (Südtirol)
- St. Vigil – Bindelweg Hütte (Fanes / Dolomiten)
- Bindelweg Hütte – Salurn (Dolomiten Bindelweg)
- Salurn – Riva am Gardasee
Warum dieser Alpencross so besonders war
Für einen Alpencross Vater und Sohn braucht es keine perfekte Form – man braucht eine gute Planung, Abenteuerlust und den Willen, es durchzuziehen. Mein Vater hat das mit 64 Jahren eindrucksvoll bewiesen. Dieser Alpencross 2014 war der Auftakt zu einer Reihe gemeinsamer Touren.
Zwei Jahre später haben wir die Alpen erneut überquert – diesmal von der Zugspitze zum Gardasee, mit meinem jüngeren Sohn. Und 2015 sind wir eine weitere Variante gefahren: den Alpencross Tegernsee–Gardasee über den Brenner Grenzkamm – wieder Vater und Sohn, wieder aus eigener Kraft. Und wer wissen will, wie sich die gleiche Strecke auf dem Rennrad anfühlt: den Rennrad-Alpencross München–Gardasee haben wir ebenfalls 2014 gemacht – ganz andere Dynamik, gleiche Begeisterung.
Video: MTB Alpencross München – Gardasee 2014
Vater (64) und Sohn (40) – Alpenüberquerung mit dem Mountainbike. Gefilmt mit einer GoPro, sieben Etappen komprimiert auf ein Video:

































































































































































